Jul 29, 2022 Written by:Ulf Sandkuehler

Welche Bildschirmauflösung passt zu dir? 2K, 4K, FHD, WQHD oder UHD

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2K, 4K, FHD oder WQHD – allzu häufig begegnen wir einem Wirrwarr aus verschiedenen Begriffen und Zahlen zur Bildschirmauflösung. Der Blog bringt Licht ins Dunkel und Ordnung in das Zahlenchaos.

 

Komplexe Terminologie

Es gibt gleich mehrere gängige Möglichkeiten, die Bildschirmauflösung anzugeben. Eine aufgrund der verschiedenen Seitenverhältnisse präzise Darstellung ist die der Pixelanzahl. Hierbei wird die horizontale und vertikale Anzahl an Bildpunkten benannt, wie das geläufige 2560 x 1440. Diese Auflösung wird auch häufig 1440p (p = progressiv) genannt, was stets die vertikalen Bildpunkte angibt und auf ein Vollbild-Verfahren verweist. Um dies weiter abzukürzen und unerfahrenere Nutzer nicht mit Zahlenreihen auf weiter Flur stehenzulassen, etablierten sich die Begriffe Full High Definition (FHD) oder z.B. Ultra High Definition (UHD). In seltenen Fällen wird daher bei 7680 x 4320 auch von UHD-2 oder FUHD gesprochen. Eine weitere Bezeichnung besteht in der häufig auf Verpackungen zu sehende Auflösung durch die Zahl und den Buchstaben K, der den Faktor Kilo angibt. Diese Kombination gibt einen Bereich an, da es sich bei 4K z.B. nicht um genau 4000 Bildpunkte handelt. 4K gibt es zudem in verschiedenen Auflösungen, was dem Kinoformat 4.096 x 2.160 geschuldet ist – das Format für Monitore ist 3840 x 2160. Daneben existieren weitere Bildschirmauflösungen, die jeweils unterschiedliche Seitenverhältnisse definieren und damit auf Wide-Screens oder Ultra-Wide-Screens hinweisen. Zur einfacheren Übersicht finden sich in der Tabelle alle Entsprechungen.

1280 x 720

720p

HD

16:9

1920 x 1080

1080p

Full HD (FHD)

16:9

2560 x 1080

1080p

WFHD

21:9

3840 x 1080

1080p

UWFHD (Dual FHD)

32:9

1920 x 1200

1200p

WUXGA

16:10

3840 x 1200

1200p

DWUXGA (Dual WUXGA)

32:10

2560 x 1440

1440p

WQHD (QHD) (2K)

16:9

3440 x 1440

1440p

UWQHD

21:9

3840 x 2160

2160p

UHD (4K)

16:9

7680 x 4320

4320p

UHD-2/ FUHD (8K)

16:9

Pixelzoom eines ROG Monitors zum Vergleich von Full HD und Ultra HD

 

 

Weitverbreitet: Full HD und QHD Bildschirmauflösung

Viele Jahre lang war 1920 x 1080, manchmal auch als FHD oder 1080p bezeichnet, die Standard- Bildschirmauflösung für Spiele aller Art. Heutzutage ist dies die Domäne von Leistungsfanatikern wie professionellen E-Sports-Spielern, die mit Bildwiederholraten von 360 Hz oder 500 Hz die Stratosphäre erreichen. Dabei ist der Zusammenhang bekannt und wurde bereits in diesem Artikel ausführlich besprochen. Desto mehr Bilder in der Sekunde für eine unglaublich flüssige und schnelle Darstellung bereitgestellt werden können, desto höher ist die Performance bei Profis, die bewusst und unbewusst von diesem Vorteil profitieren. Daher setzen die E-Sportler nach wie vor auf die FHD-Auflösung, um die schnellen Monitore auszunutzen. Mit anderen Worten ist die Auflösung von 1920 x 1080 für alle geeignet, die entweder hohe Bildwiederholraten genießen wollen oder deren Hardware bereits einige Jahre alt ist.

Für viele andere Spieler ist 2560 x 1440 als Basisauflösung sinnvoller. Diese auch als QHD, WQHD oder 1440p bezeichnete Auflösung richtet sich an alle, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen visueller Wiedergabetreue und Geschwindigkeit bevorzugen. Bei dieser Auflösung kann man in jedem Bild mehr Details sehen. Denn von allen Möglichkeiten, die visuelle Wiedergabetreue eines Spiels zu verbessern, hat die Erhöhung der Bildschirmauflösung vielleicht die größte Wirkung. Sie macht die Spielwelten noch detailreicher und das Bild ist ungleich schärfer. Auf diese Weise zieht das Bild den Nutzer in seinen Bann und erhöht damit die Immersion. 1440p-Displays haben eine höhere Pixeldichte als 1080p-Displays ähnlicher Größe, was zu einem realistischeren Bild mit weniger Pixelbildung führt. Wenn schon lange nach einem größeren Bildschirm für einen Gaming-Schreibtisch Ausschau gehalten wird, kann mit einem 1440p-Monitor ein noch größerer Monitor in Betracht gezogen werden, ohne dass die Bildqualität darunter leidet. Es gibt eine große Auswahl an Monitoren mit der QHD-Auflösung, die von Preis-Leistungs-Siegern über Alleskönner (Weiß!) in der Mittelklasse bis zu den Premiummodellen im High-End-Segment reichen. Nutzer können hier zielgerichtet zwischen zusätzlicher Ausstattung, mehr Anschlüssen für eine größere Einsatzmöglichkeit oder beeindruckender Farbwiedergabe und -Kontrasten (Thema HDR) auswählen.  

Bildschirmauflösung im Vergleich: HD, Full HD, Quad HD, Ultra HD

 

Zusätzliches Sichtfeld: Breitbildschirme

Die Zusätze „W“ oder „UW“ bei den Bezeichnungen bedeuten, dass es sich um Ultrabreitbildschirme handelt, die sich bei Gamern, aber auch bei professionellen Anwendern zunehmender Beliebtheit erfreuen. Sie ermöglichen einen größeren Blickwinkel auf das Geschehen, was zeitgleich einen tieferen Eindruck des Bildes vermittelt und so zusätzlich zum Eintauchen in das Geschehen sorgt. Durch die Erweiterung des Bildes in den peripheren Sichtbereich können auf einem Widescreen-Display flankierende Gegner oder Bedrohungen früher erkannt werden als auf einem herkömmlichen 16:9-Bildschirm. Mit einem Seitenverhältnis von 32:9 liefert das Ultra-Wide-Display den gleichen Betrachtungsbereich wie zwei 27-Zoll-Monitore (16:9) nebeneinander, ohne dass ein Spalt oder Rahmen im Weg ist. Mit der Picture-by-Picture-Funktion ist es unter anderem möglich, beispielsweise Twitch-Streams über den PC einzublenden, während ein Xbox-One- oder PS4-Pro-Titel gespielt wird. Im Laufe der Zeit sind viele weitere Seitenverhältnisse hinzugekommen, die für spezielle Anwendungen oder Einsatzgebiete optimiert wurden. Durch die große Flexibilität in der Ergonomie gegenwärtiger Monitore, können auch „normale“ Seitenverhältnisse für weitere Einsatzmöglichkeiten genutzt werden, sodass z.B. die Pivot-Funktion zu einem Hochformat führt, auf dem bequem Programmcode oder Websites bearbeitet werden können.

Heutzutage sind Gamer allerdings oft nicht nur Gamer. Sie sind auch Studenten und Berufstätige. Vielleicht haben einige tagsüber einen Arbeits- oder Schullaptop an ihrer Seite und wechseln zu ihrem selbstgebauten Desktop-PC, wenn es Zeit zum Spielen ist. Auch hier ist der Vorteil eines breiten Bildschirms nicht zu verachten, denn der erweiterte Sichtbereich hilft ebenfalls beim Bearbeiten von Dokumenten und beim Recherchieren. Mit der Windows-Funktion, die es erlaubt Fenster nebeneinander zu platzieren, lässt sich so die Effizienz erhöhen. Es ist nebenbei ganz normal, wenn nach intensiver Nutzung des gekrümmten Bildschirms der nachfolgende Blick auf einen normalen Monitor irritiert. Die menschliche Wahrnehmung gleicht die Krümmung aus, weswegen optisch keine gekrümmten Linien entstehen – ein Effekt, der nach kurzer Zeit wieder verschwindet.

ASUS ROG Strix XG49VQ Breitbildschirm mit Dual Full HD

 

Der Vorteil einer hohen Bildschirmauflösung: UHD

Für alle, die auf der Suche nach der ultimativen Grafikpracht sind und ihre Gaming-Performance auf die Probe stellen wollen, wenn sie zudem in ultrahohen Details spielen, ist eine hohe Bildschirmauflösung genau das richtige. Eines sollte dabei klar sein: Wer in vielen, vielen Pixeln spielen möchte, braucht unweigerlich eine potente Grafikkarte von Nvidia oder AMD. Eine einfache Abhilfe bei zu großem Hardwarehunger ist die Deaktivierung von Anti-Aliasing. Denn der bekannte Treppeneffekt ist bei einer 4K-Auflösung ohnehin deutlich geringer. Zum Teil lassen sich so mehr Details erkennen, da die Grafik aufgrund der höheren Pixeldichte einfach schärfer ist. Das fällt bei Figuren auf, die plötzlich in einem realistischeren Gewand auftreten, aber vor allem bei Objekten in der ferneren Umgebung. Auf diese Weise kann so manch ein Goodie und Schatz schneller entdeckt werden. Schließlich ist eine höhere Auflösung besonders geeignet, um tiefer in die Spielwelt gezogen zu werden – die Immersion wird weiter erhöht. So können die schärferen Details dafür sorgen, dass vergessen wird, dass es sich um eine virtuelle Umgebung handelt. Die Auswahl an 4K-Monitoren wächst zusehends und bietet ebenso Einsteigermodelle wie Mittelklasse- und Oberklassemodelle.  

Doch von einer höheren Bildschirmauflösung profitiert nicht nur derjenige, der gerne in ferne digitale Galaxien abtaucht. Wer einmal den Unterschied zwischen einem FHD- und 4K-Bildschirm gesehen hat, wenn Schrift auf dem Monitor zu sehen ist, kann kaum noch zurückkehren. Alles Bisherige wird verwaschen oder sogar matschig aussehen. Unschöne Treppeneffekte können auch bei Buchstaben entstehen, und archaisch wirkende Wörter wirken wie aus der Zeit gefallen, sobald man den Vergleich im Kopf hat. Es ist schlichtweg angenehmer, auf hoch scharfe Schrift zu blicken, insbesondere wenn sich den ganzen Tag mit Text beschäftigt wird. Das Lesen fällt einfacher und angenehmer aus, und einigen Erfahrungsberichten zufolge ermüden die Augen weniger schnell. Nebenbei ist es ebenfalls von Vorteil, wenn auf einem nicht zu kleinen Monitor gearbeitet wird, denn wer mehr Platz zur Verfügung hat, der wird auch weniger scrollen und zoomen müssen – ein weiterer Vorteil für die Augen. Heißt allerdings auch im Umkehrschluss, dass desto größer der Bildschirm, desto mehr Pixel sind sinnvoll, was gerade bei Monitoren im Vergleich zu Fernseher einen Unterschied ergibt. Wenn weniger mit Text und mehr mit Grafik gearbeitet wird, ist der Vorteil von 4K ebenfalls schnell zu bemerken. Kommt es bei komplexen Grafiken doch häufig auf die Feinheiten und Details an, die ein fertiges Werk erst organisch und lebensecht wirken lassen – dafür gilt es allerdings auch die richtige Panel-Technologie zu wählen.

Beispiel einer 4K-Auflösung: Brandenburger Tor auf einem ProArt-Monitor

 

Fazit: Eine hohe Bildschirmauflösung lohnt sich

Am Ende des Tages ist es natürlich Geschmacksfrage, für welche Bildschirmauflösung sich entschieden wird. Wer lieber etwas mehr FPS wahrnehmen möchte, kann mit einem WQHD-Monitor bereits eine gute Balance zwischen Bild und Geschwindigkeit erzielen. Wer Rekorde jagen möchte, sollte sich bei Monitoren mit extrem hohen Bildwiederholfrequenzen umschauen. 8K lässt im Übrigen noch lange auf sich warten und ist derzeit von keiner Relevanz. Sollte jedoch intensiv an einem Monitor gearbeitet werden, empfiehlt sich eine höhere Bildschirmauflösung. Denn nicht zu vergessen: Die Auflösung eines Games lässt sich frei wählen, sodass ohne weiteres die 4K-Auflösung zum Arbeiten und eine geringere Auflösung zum Spielen verwendet werden kann – so bleibt die Flexibilität erhalten.

 

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