Der kleine OC-Guide: Grafikkarte übertakten mit GPU Tweak III von ASUS

Jun 24, 2022 Written by:Ulf Sandkuehler

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Wenn du deine Grafikkarte übertakten und individualisieren möchtest, steht dir mit dem brandneuen Übertaktungs- und Überwachungstool GPU Tweak III von ASUS ein einfach zu bedienendes Programm zur Verfügung. Ganz gleich, ob du mehr FPS aus deiner ROG-Grafikkarte herausholen möchtest oder die Lautstärke deines Systems verringern möchtest, die Einstellungen dafür findest du auf der übersichtlichen Benutzeroberfläche von GPU Tweak III. Das System wurde aufgrund des ständigen Feedbacks der treuen Community weiterentwickelt und verbessert, was in einem intuitiven und benutzerfreundlichen Übertakten deiner GPU resultiert. Welche Grafikkarte dafür in Frage kommen, erklärt der Blog zu den verschiedenen Modellen

 

Der neue Aufbau von GPU Tweak III

Die völlig neue Oberfläche von GPU Tweak III zeigt alle relevanten Optionen zum Übertakten deiner Grafikkarte und die wichtigsten Informationen auf einen Blick. Das zweigeteilte Design ermöglicht dir Änderungen sofort nachvollziehen zu können und kann so positioniert werden, dass es deinen Vorstellungen entspricht. Die praktische Anker-Funktion lässt dich zwischen einem zusammenhängenden Monitoring oder einer flexibel platzierbaren Aufteilung auf zwei Fenster wechseln. Bewege dafür einfach das rechte Fenster und das linke folgt von allein. Im Monitor-Fenster hast du die Wahl zwischen einer Darstellung in Zeilen und Spalten, je nachdem, ob du eine grafische oder numerische Übersicht bevorzugst. Über das „Regler-Symbol“ auf der rechten Seite kannst du auch die Anordnung der einzelnen Werte verändern und sogar abwählen, was du nicht benötigst. So erhältst du eine für dich passende Übersicht, die effizient und ansprechend zugleich ist. Damit du die Ergebnisse des Übertaktens deiner Grafikkarte vergleichen kannst und dich mit der Community austauschen kannst, ist die Protokollierung von Logs möglich. Diese werden in praktischen txt-Dateien gespeichert und finden Platz, wo immer du möchtest.

 

Die einfachen Wege zum Übertakter

Im rechten Hauptfenster findest du die verschiedenen Optionen, die dir GPU Tweak III bietet, um deine Grafikkarte zu übertakten. Der schnellste Weg, um deinen Pixelbeschleuniger anzupassen und deine Grafikkarte zu übertakten, ist die Einstellung durch die Pre-Sets am oberen Rand. Diese voreingestellten Profile ermöglichen dir, mit nur einem Klick die Lautstärke deiner Lüfter zu verringern oder den GPU Takt Boost zu erhöhen. Der „OC-MODUS“ erhöht das Power-Target, damit die Grafikkarte einen höheren Boost-Takt erreichen kann. Je nach Architektur kann ein Boost-Takt-Offset hinzugefügt werden, um die Leistung weiter zu erhöhen. Der „SILENT-MODUS“ senkt die Leistung der GPU geringfügig, indem er das Power-Target und den Boost-Takt leicht reduziert. Dadurch kann die Lüfterdrehzahl gesenkt werden, sodass die Karte leiser arbeiten kann und dein System weit weniger zu hören ist. Du kannst allerdings mit den umfangreichen Schiebereglern weitere Anpassungen vornehmen, mit denen du Einstellungen für die Stromversorgung, die Taktfrequenz und die Lüfter vornehmen kannst. Achte natürlich immer darauf, dass dein Netzteil genügend Leistung liefern kann. 

Oben rechts springt dir sicherlich bereits der OC-SCANNER ins Auge – ein mächtiges Feature, das dir dein Leben erheblich vereinfacht, indem es zunächst dein System analysiert und dann die besten Einstellungen vornimmt. Der OC Scanner-Algorithmus optimiert dann automatisch die Taktraten für Nvidia-Grafikkarten. Das Prozedere kann zwar einige Minuten dauern, aber daran erkennst du bereits, aus wie vielen verschiedenen Optionen zum Übertakten der GPU hier die passendsten für dein System gewählt werden. GPU Tweak III speichert zudem die Einstellungen als Profil, ohne die Treiberdaten zu überschreiben, sodass du leicht zu den Standardeinstellungen zurückkehren kannst.

Darunter befindet sich ein Schieberegler, der dir das OSD (On-Screen-Display) die Anzeige wichtiger Systeminformationen, während Anwendungen im Vollbildmodus ausgeführt werden ermöglicht. So kannst du auf schnelle Weise die wichtigsten Parameter im Blick behalten und dir die Effekte deiner Veränderung live vor Augen führen. Du hast die Wahl zwischen zwei Stilen und kannst Schriftart, Farbe, Deckkraft, Größe und Position der Metriken anpassen. Die OSD-Einstellungen werden in Profile Connect gespeichert, sodass benutzerdefinierte OSDs automatisch zusammen mit der zugewiesenen Anwendung geladen werden. Zusätzlich findest du an der linken Seite einen Reiter für GPU-Z, der ein weiteres Fenster öffnet, dass dich mit einer Vielzahl an spannenden Informationen versorgt. Wie viele Shader stehen dir zur Verfügung oder welches Direkt X wird unterstützt? Selbstverständlich erfährst du hier auch deine Treiberversion und den Release-Zeitpunkt.

Der komplexe Weg zum OC-Meister

Erfahrene Tweaker haben die Möglichkeit, die Leistung ihrer Grafikkarte auf Treiberebene zu optimieren. Der Voltage-Frequency Tuner bietet eine eigenständige Verwaltung der GPU-Boost-Kurve, wobei die Benutzeroberfläche so gestaltet wurde, dass sie vielseitig einsetzbar ist und dir mehrere Eingabemethoden ermöglicht – entweder durch übersichtlich aufgelistete Tastaturbefehle oder integrierte Symbolleistenfunktionen. Sobald ein V/F-Punkt (Spannungs-/Frequenzpunkt) gewählt wurde, kann der GPU-Kerntakt für Benchmarking-Szenarien, Stresstests oder zur Aufrechterhaltung der Performance für Spiele oder spezielle Workloads gesperrt werden. Mit vier Schaltflächen am unteren Rand des VF-Tuner-Bildschirms kannst du ganz einfach auf ältere Kurven zurückgreifen: die Werkseinstellung, den letzten OC-Scan, die zuletzt auf den Treiber angewendete oder die zuvor gespeicherte Kurve für dieses Profil. Die ersten beiden Speicherpunkte können den Nutzerinnen und Nutzern als Starthilfe dienen, um eine neue Kurve zu erstellen. Die beiden letztgenannten bieten einen Ausweichpunkt für Veteranen, die Hardcore-Tests durchführen und ihre Grafikkarte bis zum Maximum übertakten wollen.

Das Schweigen der Lüfter

Du kannst die Lüfter deiner Grafikkarte sowie alle Systemlüfter, die an die FanConnect-Header angeschlossen sind, mit individuellen Kurven oder statischen Drehzahleinstellungen vollständig anpassen. Neu für GPU Tweak III sind die Optionen der Hysterese und des Aktualisierungszeitraums, mit denen du einstellen kannst, wie schnell die Lüfter auf Temperaturänderungen reagieren. Alle diese Einstellungen können zusammen mit den bevorzugten Spannungs- und Takteinstellungen in Profilen gespeichert werden. Eine der elegantesten Lösungen für unterstützte ROG-Grafikkarten wie der TUF Gaming RTX 3070 OC ist der OdB-Modus, der deine Lüfter bei niedriger GPU-Kerntemperatur anhalten kann und so den Geräuschpegel bei geringer Arbeitsbelastung oder beim Spielen reduziert. Eine sanfte Lüfterkurve hingegen sorgt dafür, dass die Lüfter bei weniger anspruchsvollen Aufgaben leise sind und nur dann auf ein hörbares Niveau ansteigen, wenn die GPU unter Volllast steht. Im Gegensatz dazu optimiert eine aggressive Lüfterkurve mit hohen Drehzahlen die Kühlung, um eine höchstmögliche Boost-Taktrate zu erreichen.

Ein Profil für jede Anwendung

Mit Profile Connect kannst du Einstellungen speichern und mit bestimmten Anwendungen verknüpfen. Übertaktungseinstellungen, Lüfterkurven und sogar benutzerdefinierte OSD-Einstellungen werden dann automatisch geladen, wenn ein Programm oder Spiel gestartet wird. So kannst du für jedes Spiel individuelle Eigenschaften festlegen, sodass du für High-End-Games die höchstmöglichen FPS erhältst. Ein aggressiv übertaktetes Profil zusammen mit einer Hochleistungs-Lüfterkurve sind dafür perfekt geeignet und ein angepasstes OSD kann dabei helfen, die Systemleistung im Spiel zu überprüfen. Es wird strategisch um die UI-Elemente herum positioniert und verwendet geeignete Farben und Transparenz, um nicht vom Spielgeschehen abzulenken.

Wenn die kreative Arbeit an einem Projekt nicht gestört werden soll, kannst du plötzliche Änderungen der Lüftergeschwindigkeit verhindern. Undervolting (Spannungsabsenkung) und eine sanfte Lüfterkurve für Anwendungen, die keine extreme Leistung benötigen, kann dein Desktop-Erlebnis erheblich verbessern. Zudem hat die Workstation ein eigenes Profil für jede Profi-Anwendung. Die idealen Overclocking-Einstellungen und Lüfterkurven wurden für jeden 3D-Rendering- und Videobearbeitungsworkflow getestet und definiert.

Zusammen mit den weiteren ROG-Programmen wie Armory Crate und ROG-FurMark hast du alles im Griff und kannst dein System bis ins letzte Detail individualisieren und deinen Vorstellungen anpassen – hole das Beste aus deinem RIG heraus und werde Profi beim Übertakten deiner Grafikkarte mit GPU Tweak III.

Ein Download-Button für GPU Tweak III