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Der Guide mit H(er)z: Alles, was du über die Bildwiederholfrequenz wissen musst

Jun 02, 2022 Written by:Ulf Sandkuehler

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Vielleicht standest du schon einmal vor einer Reihe von Gaming-Monitoren und die Vielzahl an verschiedenen Begriffen und Zahlen wirkten verwirrend. Tatsächlich werden die Anforderungen an moderne Displays immer größer und die Technik stetig komplexer. Ein Grund mehr Licht ins Dunkel zu bringen. Dieser Guide erklärt dir, was hinter der Bildwiederholfrequenz steckt und was du beachten kannst, um den perfekten Gaming-Monitor für dich zu finden.

Einen Blick auf die unterschiedlichen Panel-Technologien von Monitoren hat der Blog bereits geworfen. Nun ist es Zeit für eine der zentralsten Werte eines Monitors: Die Bildwiederholfrequenz oder auch Bildwiederholrate. Dieser Wert beschreibt grundsätzlich, wie oft sich der Bildschirm pro Sekunde selbst aktualisiert oder wie häufig ein neues Bild pro Sekunde auf dem Monitor dargestellt wird. Daher wird auch häufig von der Aktualisierungsrate gesprochen. Bei einem Wert von 60 Hz werden folglich 60 Bilder in der Sekunde dargestellt oder der Bildschirm aktualisiert sich 60-mal pro Sekunde. Dabei bedeuten mehr Bilder pro Sekunde zunächst schärfere bewegte Bilder, die geschmeidiger und flüssiger aussehen können. Letztlich ist dieser Eindruck zwar von Mensch zu Mensch unterschiedlich, da unsere Wahrnehmung subjektiv ist, jedoch lassen sich sehr wohl die Unterschiede messen. Einen echten Unterschied siehst du erst, wenn du Bewegtbilder wahrnimmst und einen Vergleich ziehen kannst. Daher sei hier der klassische UFO-Test, den du immer wieder findest, empfohlen.

Grafische Darstellung der Vorteile von Bildwiederholfrequenzen

 

Brillante Bilder sind Teamarbeit

Die Bildrate (Framerate), die in Bildern pro Sekunde (FPS) angegeben wird, wiederum ist der Wert der Videoquelle – also deines PCs (oder Konsole). Er ist also nicht gleichbedeutend mit der Bildwiederholfrequenz deines Monitors. Schlimmer noch: Wenn diese beiden Werte nicht vernünftig aufeinander abgestimmt sind, entstehen disharmonische und unsaubere Bewegtbilder mit Fehlern wie Tearing oder Blur. Beim Tearing, was so viel heißt wie ein Zerreißen eines Einzelbildes, entsteht durch die unsynchronisierte Bildwiedergabe der Eindruck, als wäre ein Objekt zerschnitten und wieder falsch zusammengesetzt. Ein Effekt, der dich sofort aus dem Spielgeschehen reißt. Abhilfe steht in Form von variablen Bildwiederholraten zur Verfügung (G-Sync bei Nvidia und Free-Sync bei AMD) – oder eben durch das Steigern der Bildwiederholfrequenz des Monitors wie durch den ROG Swift 360Hz PG259QNR.

Besipielbild für den Effekt Tearing mit und ohne G-Sync

Ein weiterer Faktor, der entscheidend für bewegte Bilder ist, hört auf den Namen Reaktionszeit. Ist sie zu gering, werden Bilder unscharf wiedergegeben, was in einer Bewegungsunschärfe (Blur) resultiert. Stelle dir einen Fotoapparat vor, den du während der Aufnahme schnell bewegst. Das geschossene Bild wird alles andere als scharf sein und Schlieren oder starke Verzerrungen aufweisen. Bei so manch einem (Stand-)Bild ist dies ein gewollter Effekt – bei deinem Gaming-Content sicherlich nicht. Für gewöhnlich korrelieren Bildwiederholfrequenz und Reaktionszeit miteinander, aber achte dennoch auf schwarze Schafe.

Beispielbild für den Blur-Effekt durch zu geringe Reaktionszeiten

Wer in den vollen Genuss von 360 Hz kommen möchte, muss allerdings auch erstmal diese Bilder pro Sekunde erreichen (FPS). Solltest du also nur über eine ältere Grafikkarte verfügen oder ausschließlich in maximalen Details zocken, wirst du von den Vorteilen der hohen Bildwiederholfrequenz kaum profitieren. Teste daher vorher deine maximalen FPS durch das kostenlose Grafikkartentool GPU Tweak III oder analysiere deine Gaming-Leistung per Benchmark-Programm. Nebenbei: Wenn du genug von deinem rasend schnellen Shooter hast und zur Abwechslung etwas Entspannteres brauchst, wird dein Monitor mehr Bilder anzeigen können, als deine Grafikkarte ausgibt. In diesem Falle werden die übrigen (zusätzlichen) Bilder gedoppelt, was ebenfalls bei einem flüssigeren Bild hilft. Dann wird es aber auch Zeit für einen neuen Grafikbeschleuniger, bei dem dir der Blog über die unterschiedlichen Modelle gerne beiseitesteht.

 

Mythos: Sieht man nicht

Einer der häufigsten Behauptungen, wenn es um die Bildwiederholfrequenz von Monitoren geht, ist, dass man den Unterschied in keiner Weise sehen oder bemerken kann. Doch ist das wirklich der Fall? Dieser Mythos hält sich hartnäckig und stammt vermutlich vom Kino. Denn bereits 24 Bilder in der Sekunde erzeugen ein für unser Auge flüssiges Bild. Bis heute ist es der Standard für die meisten Kinofilme. Dabei sind die Gründe dafür ernüchternd. Denn bei Kinofilmen ist es zum Konsens dieser Bildwiederholfrequenz gekommen, da mehr Bilder schlicht und ergreifend größere Speichermedien (Filmrollen oder heutzutage Festplatten) erforderlich machen würden. Die vierfache Anzahl an Bildern würde viel mehr Platz benötigen und so die Kosten explodieren lassen. Hinzu kommt, dass wir weit von den Kinoleinwänden entfernt sitzen und so eine Bewegungsunschärfe (Motion Blur), die durch 24 Bildern entsteht, als angenehm empfinden, da unsere Augen „ausgetrickst“ werden (wir denken durch diese „Verzerrungen“ mehr Bilder wahrzunehmen). Ein Film funktioniert für unsere Wahrnehmung einfach nicht auf der gleichen Weise wie ein vollständig computergeneriertes Bild, wie es bei deinen Games der Fall ist. Hinzukommt, dass wir aktiv das Spielgeschehen steuern und die Figur oder der virtuelle Rennwagen eine latenzfreie Darstellung benötigt, was besondere Voraussetzungen erfordert.

Darüber hinaus sollten wir uns von der Vorstellung verabschieden, dass wir alles bewusst wahrnehmen. Das Gegenteil ist der Fall. Das Unterbewusstsein nimmt viel mehr Informationen auf, als unser Bewusstsein überhaupt wahrnehmen oder im Zweifel sogar verarbeiten kann. Wenn also die Sprache davon ist, dass wir etwas unterbewusst oder unbewusst wahrnehmen, dann registrieren wir es sehr wohl und können häufig mit den Informationen etwas anfangen. Es gibt dazu zahlreiche Experimente, in denen getestet wird, ob und inwieweit wir unterschiedliche Bildwiederholfrequenzen wahrnehmen oder von ihnen profitieren.

Bei Monitoren mit hoher Bildwiederholfrequenz ist genau das gegeben. Die zahlreichen zusätzlichen Bilder, die vereinfacht gesagt zwischen den Bildern angezeigt werden, die wir bewusst wahrnehmen, können einen entscheidenden Unterschied in schnellen Games machen. Unter Zeitlupe betrachtet lassen sich diese Bilder wiederum darstellen und zeigen rasch, wie viel mehr und wie viel früher eine gewinnentscheidende Information auf dem Panel erscheint. Nicht umsonst spielt die gesamte E-Sports-Branche auf Monitoren mit zum Teil extrem hohen Bildwiederholraten. Denn im kompetitiven Wettstreit zählt jedes Bild, dass unser Muskelgedächtnis zu einer Reaktion führt. Wortwörtlich kann hier ein Wimpernschlag, den wir natürlich auch selten bewusst bemerken, den Ausschlag für oder gegen einen Sieg ausmachen, wenn ein professioneller Gamer seine Maus wie von Zauberhand bewegt, da er die Bewegung automatisch abspulen kann und somit schneller ist als der Gelegenheitsspieler. Insbesondere Sportler kennen das häufig erwähnte Muskelgedächtnis gut. Würde ein Profi beim rasanten Tischtennis über seine Bewegungsabläufe aktiv und bewusst nachdenken müssen, würde er keinen Ball parieren können – das gilt auch für den E-Sport.

Natürlich bemerken wir den Unterschied zwischen 60 Hz und 144 Hz noch deutlich, wohingegen der Unterschied zwischen 240 und 360 nicht mehr so gewaltig ausfällt. Geübte E-Sportler werden jedoch auch diese Diskrepanz bemerken und sich, ohne überlegen zu müssen, immer für den schnelleren Monitor entscheiden. Speziell für diese Elite wurde der E-Sports-Gaming-Monitor ROG Swift 500Hz entwickelt – der Name ist Programm.

 

Wage mehr H(er)z

Ob wir es sehen oder nicht, eine hohe Bildwiederholfrequenz zahlt sich aus, wenn dein Gaming-Monitor korrekt eingerichtet ist. Das gilt nebenbei nicht nur für deine Lieblings-Games, sondern auch ganz praktisch für deine Arbeit am Monitor. Denn ein flüssigeres Bild strengt die Augen nicht so stark an und kann bei einigen Nutzern die Kopfschmerzen unterbinden. Besonders wenn du viel auf dem Bildschirm scrollst oder vermehrt Bewegtbilder betrachtest, kann es einen großen Unterschied machen, ob du auf nur 60 Hz oder deutlich angenehmeren 165 Hz blickst. Zum Glück musst du dich bei ROG nicht entscheiden, denn neben den High-End-Hertzzahlen gibt es hervorragende Monitore, die eine Reihe an verschiedenen Bildwiederholfrequenzen bieten und für Normalsterbliche ausreichen können. Wenn du dich aber zu Höherem bewogen fühlst und einen Vorteil gegenüber deinen Widersachern haben möchtest, fühlen sich 240 Hz bereits nach einem Quantensprung an, wenn du von älteren Geräten herkommst. Für alle Elite-Spieler oder die, die es noch werden möchten, gibt es die E-Sports-Gaming-Monitore. Probiere es aus und sei überrascht von der Wirkung, die du selbst spüren wirst, während dich deine Gegner verfluchen.